Der allerletzte Laden

Die antifaschistische Kampagne gegen die Neonazizeitschrift „Zuerst!“ hat es innerhalb weniger Monate geschafft das rechte Monatsmagazin aus dem offenen Verkauf nahezu aller Läden und Kioske im Göttinger Innenstadtbereich zu drängen. Für die wenigen, die immer noch meinen, dass es sich lohnen könnte, mit Neonazipropaganda Geschäfte zu machen, gab es nun eine deutliche Ansage: Am Samstag, den 2. Oktober 2010, fand ein öffentliches „Read-In“ in der Esso-Station Barabara Biegelmann in der Weender Landstraße 10 in Göttingen statt. Etwa 20 AktivistInnen besuchten den letzten Laden, in dem „Zuerst!“ wie auch die „Deutsche Militärzeitung“ offen angeboten werden. Mit einem Redebeitrag und Flugblättern wurden die irritierten KundInnen informiert. Das Zeitschriftensortiment des Esso-Shops wurde großzügig „umarrangiert“.

Eine Presseinformation der A.L.I. zum Read-In findet ihr auf der Internetseite www.ali.antifa.de


1 Antwort auf „Der allerletzte Laden“


  1. 1 roadrunner 02. Oktober 2010 um 15:27 Uhr

    Super Aktion, endlich wird der Umgangston in der Zuerst-Kampagne mal etwas deutlicher! Ich war übrigens diese Woche in vielen Läden in der City unterwegs. Meine Antifabilanz: Von 22 Läden in der Innenstadt gab es Zuerst tatsächlich nur noch an der Esso-Tanke im offenen Verkauf. Nach meiner Beobachtung lagen da die ganze Woche über 2 Exemplare rechts im Regal auf dem Weg zur Kasse. In 3 Läden gab es Zuerst nur noch unter der Ladentheke. Das waren die Buchhandlung Schmitt und Hahn Presse und Buch im Bahnhof, der Tonollo hinter dem Bahnhof und die Kiosk-Box gegenüber von Efes. Besonders hartnäckig argumentierte der Tonollo-Typ. Alle sollen selber entscheiden, was sie lesen wollen, er bietet allen alles an. Vielleicht überlegt er sich das noch einmal nach der heutigen Esso-Aktion.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.